Samstag, 23. Dezember 2017

Wohnquartier Wielandstraße | In Planung

Die RWE entwickelt ihren ehemaligen Verwaltungssitz an der Wielandstraße in Bochum am Rande der Innenstadt zu einem neuen Wohnquartier, um es dann zu veräußern. Die Archwerk Generalplaner AG aus Bochum hat einen entsprechenden städtebaulichen Wettbewerb gewonnen. Ihre Pläne sehen auf dem 19.000 m² großen Grundstück 230 bis 250 Wohneinheiten sowie ergänzende Gewerbeeinheiten und Gastronomieflächen vor. Die Pläne werden nun bis zum dritten Quartal 2015 unter der Vorgabe, die Bebauung etwas aufzulockern, überarbeitet. Ende 2016/Anfang 2017 sollen die ersten Wohneinheiten errichtet sein.

Unter Vorsitz des Architekten und Stadtplaners Prof. Dr. Franz Pesch lobte die Jury besonders die städtebauliche Qualität des Siegerentwurfs, welche die neue Bebauung mit modernen Strukturen und zeitgemäßer Architektursprache in das vorhandene Gründerzeitquartier einfügt. Die Jury lobte auch die Größe und Positionierung der verschiedenen Gebäude. Mit dem zweiten Preis wurde die Arbeit des Frankfurter Büros „Christoph Mäckler Architekten“ ausgezeichnet. Der Entwurf lehnt sich an die vorhandene Bebauung des Stadtparkviertels an und sieht eine Gliederung in drei offene Blöcke mit großen, begrünten Innenhöfen vor.

Quelle: Stadt Bochum | Archwerk

Bild: Archwerk Architekten


Bild: Archwerk Architekten
Wegen umfangreichen Umstrukturierungen im RWE-Konzern, zog das Unternehmen 2014 die rund 250 Mitarbeiter aus Bochum ab. Sie arbeiten nun im RWE-Tower in Dortmund. Der Standort in Bochum soll nun aufgegeben werden und dem neuen Wohnquartier weichen. Das Areal besteht zum Teil aus banalen Bürogebäuden, die abgerissen werden sollen. Doch bei einem der Gebäude aus den Anfängen des 20 Jahrhunderts wird über die Erhaltung der Bausubstanz und Integrierung in das Gesamtkonzept nachgedacht.

Quellen: Ruhrnachrichten - RWE zieht Mitarbeiter vom Standort Wielandstraße ab | Ruhrnachrichten - Grundstücksverkauf bei RWE geplant


Das Entwurfskonzept für das Wettbewerbsgrundstück an der Wielandstraße im Bochumer Süden entwickelt ein attraktives neues Wohnquartier, das die spezifischen Eigenschaften der benachbarten Bebauung aufnimmt, weiterentwickelt und sich mit seinen gestalterisch differenzierten Baukörpern harmonisch in den Kontext des Bochumer Stadtteiles Grumme einfügt. In direkter Nachbarschaft zum 1921 erbauten Erbhof, Architekt Paul Mebes, entsteht so ein attraktiver neuer Wohnraum. Das entwickelte Quartier führt den Gedanken der offenen Blockstruktur und der Durchgrünung des Gesamtgebiets fort und tangiert die Verbindungsachsen vom Stadtpark und dem Schmechtings Wiesental.

Quelle: Christoph Mäckler Architekten  

Bild: Christoph Mäckler Architekten
 Die Anwohner der Wieland- und Freiligrathstraße setzen sich für den Erhalt des Verwaltungsgebäudes ein und verweisen auf die Denkmalbereichssatzung Stadtparkviertel. Sie haben eine Initiative zum Erhalt der historischen Immobilie gegründet und Unterschriften gesammelt. Archwerk plant bei Erhalt das Verwaltungsgebäudes, es fürs Studentenwohnen umzubauen. Die zweite Variante wäre eine Umnutzung des ehemaligen RWE-Verwaltungsgebäudes zum Wohnhaus und die Integration in den Gesamtentwurf.

Quelle

 Alle acht Wettbewerbsentwürfe kann man sich nun in Form einer Dokumentation ansehen.

Dokumentation zum Wettbewerb
Arbeiten zum Wettbewerb

Bild: Stadt Bochum

Update 12.09.2016

Auf dem RWE-Areal an der Wielandstraße soll nach Schließung der Verwaltungsniederlassung eine attraktive Neubebauung entstehen. Hierzu wird der Bebauungsplan Nr. 981 aufgestellt. Interessierte Bürger konnten sich auf einer Bürgerversammlung hierüber im April informieren. Auf Grundlage der Pläne des Frankfurter Architekturbüros Mäckler wird aktuell der Entwurf zum Bebauungsplan vorbereitet. Dieser sieht drei Baublöcke mit zwei- bis viergeschossigen Stadthäusern vor. Bis zu 150 Wohnungen können auf dem knapp zwei Fußballfelder großen Gelände entstehen. Die Neubebauung wird sich in Größe und Architektur in die Umgebung des Stadtparkviertels einfügen. Davon können sich die Bürger voraussichtlich Anfang nächsten Jahres überzeugen. Dann liegen die Unterlagen einen Monat lang im Technischen Rathaus öffentlich aus und können von allen Interessierten eingesehen werden. Alle Bürgerinnen und Bürger haben dann erneut die Möglichkeit, eine Stellungnahme zum Bebauungsplan abzugeben.

Zu einem Abriss der Altgebäude in diesem Jahr, wie es von Seiten der RWE Vertreter auf der Bürgerversammlung in Aussicht gestellt wurde, wird es nicht mehr kommen. Bisher ist noch keine Entscheidung zum historischen Verwaltungsgebäude an der Freiligrathstraße gefallen. Das Gebäude liegt im Denkmalbereich, darum sind die Denkmalbehörden der Stadt Bochum und des Landes in das Verfahren eingebunden. Die Entscheidung steht noch aus.

Pressemitteilung: Stadt Bochum

Update 07.05.2017 

Wie Anfang des Jahres bekannt wurde, müssen 38 Bäume zwischen Wieland-, Freiligrathstraße und Herderallee gefällt werden, um Platz zu machen für das neue Wohngebiet. Zehn neue Bäume sollen im Bebauungsgebiet Platz finden. Fünf Platanen auf der Herderallee, bleiben erhalten, weil sie das Erscheinungsbild des Quartiers entscheidend prägen.

Zudem hat RWE das Grundstück im Januar an das Unternehmen Adams Wohnungsbau GmbH aus Essen verkauft. Dieses möchte dort rund 150 hochwertige Wohneinheiten in drei Baublöcken mit zwei- bis viergeschossigen Stadthäusern errichten. Grundlage für die Planung wird weiterhin das Konzept des Frankfurter Büros Christoph Mäckler Architekten bieten. Die Neubebauung soll sich in Größe und Architektur in die Umgebung des Stadtparkviertels einfügen.

Quelle: WAZ - Im Stadtparkviertel entstehen 150 Wohneinheiten | WAZ - Quartier für exquisites Wohnen entsteht an der Wielandstraße
Update 23.12.2017

Mit dem Vertrieb für das Projekt wird die Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH bereits im Frühjahr beginnen. Baubeginn soll voraussichtlich im Sommer 2018 sein. Das gesamte Areal entlang der Wielandstraße gliedert sich in drei Quartiere, in denen Townhouses, Eigentumswohnungen, Mietwohnungen und Büroflächen entstehen. Ein modern-klassizistischer Baustil wird die Quartiere passend zur Umgebung prägen. So erinnern viele der Neubauten unter anderem durch entsprechende Fassadenelemente an die Gründerzeitvillen aus dem 19. Jahrhundert.

Das Quartier A wird über ca. 7.150 m² Wohnfläche verfügen. Hier werden ca. 80 Mietwohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 65 und 130 m² sowie eine Tiefgarage mit ca. 100 Stellplätzen gebaut. Das Investitionsvolumen für das Quartier A liegt bei rund 28 Millionen Euro. Die Mietwohnungen sollen an einen Investor veräußert werden.

Im Quartier B sollen Townhouses entstehen - mit eigenem Garten, Dachterrasse und Garage mit direktem Hauszugang. Die Gestaltung der Fassaden wird dabei ganz bewusst variiert. Ergänzt wird Quartier B von Eigentumswohnungen mit Tiefgarage, die nach dem „Haus-in-Haus"-Prinzip geplant wurden: Im Erdgeschoss befindet sich für jede der vier Wohnungen ein separater Eingang. Und auch im Grundriss sind sie wie ein Einfamilienhaus geplant.

Des Weiteren sind Eigentumswohnungen in Quartier C geplant, die ebenfalls über eine großzügige Tiefgarage und einen barrierefreien Zugang in alle Stockwerke verfügen werden. Auch Büros sind geplant. Dabei wird die Fassade des über 100 Jahre alten RWE-Verwaltungsgebäudes erhalten bleiben. Die moderne Bürofläche von ca. 780 m², in Teilen mit der originalen historischen Fassade, rundet das Quartier ab. Dieser Gebäudeteil eignet sich ideal zum Beispiel für Kanzleien oder Wirtschaftsprüfer.

Quelle: adams-immobilien

Bild: Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen