Donnerstag, 25. Mai 2017

Quartier Hunscheidtstraße/Waldring | In Planung

Die ehemaligen Industrieflächen von Jahnel Kestermann an der Hunscheidstraße in Wiemelhausen sollen verkauft, saniert und zu einem Wohngebiet umgewandelt werden. Seit einigen Monaten werden die versteigerten Produktionsanlagen demontiert.

Spätestens Ende des Jahres soll das zwei Hektar große Gelände mit einem Verwaltungsgebäude und einer Gruppe von Produktionshallen leer gezogen sein. Noch 2011 arbeiteten dort 350 Mitarbeitern. Spezialgetriebe für Bergbau, Schiffsbau und Windkrafträder, eingesetzt rund um den Globus, wurden dort hergestellt. Doch dann wurde die Firma von Hyundai übernohmen und Ende 2015 geschlossen.

Drei- bis viergeschossige Bebauung kann sich die Stadt dort gut vorstellen. Und da ohnehin der Boden abgetragen werden müsse, biete sich auch der Bau von Tiefgaragen an. Erschlossen sei das Gelände bereits von der Hunscheidstraße sehr gut; von der gegenüberliegenden Seite, der Mozartstraße, müsse dies noch erfolgen.

Quelle: WAZ - Industriefläche kommt als Wohngebiet infrage

Update 25.05.2017 

Das alte Industrieareal von Jahnel-Kestermann an der Hunscheidtstraße/Waldring will ein mittelständisches Industrieunternehmen aus der Nachbarschaft Bochums kaufen und die gesamte Fläche neu entwickeln. Dabei plant der potenzielle Investor selbst einen Standort für Forschung und Entwicklung dort aufzubauen. Dafür spricht die Nähe zu Bochumer Ruhr-Universität und Hochschulen. Für den hinteren Bereich Richtung Mozartstraße sind hingegen Wohnhäuser vorgesehen.

Die Wirtschafts-Entwicklungsgesellschaft (WEG) Bochum hat die Grundstücke des Maschinenbauunternehmens gekauft und bereitet die Fläche nun auf. Die alten Gebäude – Hallen, Verwaltungs- und Betriebsgebäude – werden abgerissen und der Boden entsiegelt sowie saniert. Anschließend wird das Areal an besagtes Unternehmen verkauft, das dann das gesamte Gebiet entwickelt.

Quelle: WAZ - Früheres Gelände von Jahnel-Kestermann wird bebaut

Sonntag, 21. Mai 2017

Mehrfamilienhaus Immanuel-Kant-Straße | In Planung

Im Dezember lobte die Stadt Bochum das Bestgebotsverfahren Immanuel-Kant-Straße aus und gab damit den Startschuss für die Realisierung des ersten Pioniergrundstücks für den Ostpark – Bochums größtem Neubaugebiet zwischen Altenbochum und Laer. Jetzt ist der Bestbieter gefunden: Das Bochumer Büro „TOR 5 Architekten“ konnte das Auswahlgremium mit seinem Entwurf überzeugen. Mit Anklängen an die Moderne der 1920er Jahre setzt das architektonische Konzept für ein Mehrfamilienhaus mit vier Vollgeschossen und Staffelgeschoss einen besonderen Akzent für die künftige Entwicklung des Quartiers Feldmark.

Die Jury lobte neben den hochwertigen Fassadenmaterialien vor allem die attraktiven Grundrisse und den Wohnungsmix. Insgesamt sind 19 Wohneinheiten auf dem 1.450 Quadratmeter großen Grundstück geplant. Bis zu 14 Wohnungen können als öffentlich geförderte Wohnungen realisiert werden. Alle erforderlichen Stellplätze werden in einer Tiefgarage untergebracht.

Das Bestgebotsverfahren hat die Stadt Bochum gewählt, um bei der Vermarktung des ersten Grundstücks an der Immanuel-Kant-Straße neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises vor allem städtebauliche Konzeptqualität, aber auch wohnungswirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigen zu können. Zehn Interessenten hatten bis Anfang Februar die Planungsgrundlagen angefordert, drei Arbeiten wurden in dem anonymen Verfahren eingereicht. Für die Bewertung des besten Beitrags tagte ein Auswahlgremium bestehend aus externen Architekten, politischen Vertretern sowie Vertretern der Verwaltung am 25. April. Auch zwei Bürger aus der Nachbarschaft, die vorab über ein Losverfahren ausgewählt wurden, hatten Gelegenheit als Beobachter am Auswahlverfahren teilzunehmen.

Der Vorschlag des Auswahlgremiums wird in den kommenden Wochen in der Bezirksvertretung Mitte und im Ausschuss für Planung und Grundstücke vorgestellt. Anschließend erfolgen der Verkauf des Grundstücks sowie die Detailplanung zum Baugenehmigungsverfahren. Der Baubeginn ist voraussichtlich Anfang 2018.

Pressemitteilung: Stadt Bochum

Skizze: Tor5 Architekten
 

Samstag, 20. Mai 2017

Wohnquartier Brantropstraße | In Planung

Das Bieterverfahren für die Bebauung auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule an der Brantropstraße in Bochum Weitmar, das die Stadt Anfang des Jahres ausgeschrieben hatte, hat das Bochumer Bauunternehmen Markus-Bau für sich entschieden. Das Bauunternehmen errichtet 85 Wohnungen auf dem rund 9200 Quadratmeter großen ehemaligen Schulgrundstück. 46 Wohnungen werden öffentlich gefördert und zehn Wohnungen entstehen in Doppel- sowie Reihenhäusern.

Das Bochumer Architekturbüro Kemper - Steiner & Partner hat gemeinsam mit Markus-Bau für den Standort ein Quartier entworfen, das die Jury unter anderem durch eine klare Zonierung und den Umgang mit dem öffentlichen Raum überzeugte. Die Vermarktung soll bereits im Sommer anlaufen.

Quellen: Radio Bochum - In Weitmar werden demnächst 85 neue Wohnungen gebaut. | WAZ - An der Brantropstraße entstehen 85 Wohnungen



Bilder: Kemper, Steiner & Partner

Mittwoch, 10. Mai 2017

Neubau Web-Individualschule | In Planung

Auf dem Krupp-Plateau im Westpark soll im Sommer der Grundstein für den Neubau der Web-Individualschule gelegt werden, die seit 15 Jahre nach ihrer Gründung erstmals in ein eigenes Gebäude ziehen wird. Zu Zeit befindet sich die Schule noch im ehemaligen Hauptpostgebäudes an der Wittener Straße.

Das Bochumer Architekturbüro Kemper Steiner & Partner hat das Gebäude mit einer Bürofläche von rund 700 Quadratmetern entworfen. Knapp 15 Meter oberhalb des Niveaus der Alleestraße wird der Neubau mit einer farblich besonders gestalteten Fassade entstehen. Nach etwa einem Jahr Bauzeit soll die Schule im Sommer 2018 an diesem Standort ihre Arbeit aufnehmen. Dort gibt es dann Platz für 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Später kann die Schule noch erweitert werden, in dem das Gebäude um ein Geschoss aufgestockt wird.


Quelle: WAZ - Bochumer Web-Individualschule baut sich eigenes Haus


Bild: Kemper, Steiner, & Partner

Sonntag, 7. Mai 2017

Wohnquartier Wielandstraße | In Planung

Die RWE entwickelt ihren ehemaligen Verwaltungssitz an der Wielandstraße in Bochum am Rande der Innenstadt zu einem neuen Wohnquartier, um es dann zu veräußern. Die Archwerk Generalplaner AG aus Bochum hat einen entsprechenden städtebaulichen Wettbewerb gewonnen. Ihre Pläne sehen auf dem 19.000 m² großen Grundstück 230 bis 250 Wohneinheiten sowie ergänzende Gewerbeeinheiten und Gastronomieflächen vor. Die Pläne werden nun bis zum dritten Quartal 2015 unter der Vorgabe, die Bebauung etwas aufzulockern, überarbeitet. Ende 2016/Anfang 2017 sollen die ersten Wohneinheiten errichtet sein.

Unter Vorsitz des Architekten und Stadtplaners Prof. Dr. Franz Pesch lobte die Jury besonders die städtebauliche Qualität des Siegerentwurfs, welche die neue Bebauung mit modernen Strukturen und zeitgemäßer Architektursprache in das vorhandene Gründerzeitquartier einfügt. Die Jury lobte auch die Größe und Positionierung der verschiedenen Gebäude. Mit dem zweiten Preis wurde die Arbeit des Frankfurter Büros „Christoph Mäckler Architekten“ ausgezeichnet. Der Entwurf lehnt sich an die vorhandene Bebauung des Stadtparkviertels an und sieht eine Gliederung in drei offene Blöcke mit großen, begrünten Innenhöfen vor.

Quelle: Stadt Bochum | Archwerk

Bild: Archwerk Architekten


Bild: Archwerk Architekten
Wegen umfangreichen Umstrukturierungen im RWE-Konzern, zog das Unternehmen 2014 die rund 250 Mitarbeiter aus Bochum ab. Sie arbeiten nun im RWE-Tower in Dortmund. Der Standort in Bochum soll nun aufgegeben werden und dem neuen Wohnquartier weichen. Das Areal besteht zum Teil aus banalen Bürogebäuden, die abgerissen werden sollen. Doch bei einem der Gebäude aus den Anfängen des 20 Jahrhunderts wird über die Erhaltung der Bausubstanz und Integrierung in das Gesamtkonzept nachgedacht.

Quellen: Ruhrnachrichten - RWE zieht Mitarbeiter vom Standort Wielandstraße ab | Ruhrnachrichten - Grundstücksverkauf bei RWE geplant


Das Entwurfskonzept für das Wettbewerbsgrundstück an der Wielandstraße im Bochumer Süden entwickelt ein attraktives neues Wohnquartier, das die spezifischen Eigenschaften der benachbarten Bebauung aufnimmt, weiterentwickelt und sich mit seinen gestalterisch differenzierten Baukörpern harmonisch in den Kontext des Bochumer Stadtteiles Grumme einfügt. In direkter Nachbarschaft zum 1921 erbauten Erbhof, Architekt Paul Mebes, entsteht so ein attraktiver neuer Wohnraum. Das entwickelte Quartier führt den Gedanken der offenen Blockstruktur und der Durchgrünung des Gesamtgebiets fort und tangiert die Verbindungsachsen vom Stadtpark und dem Schmechtings Wiesental.

Quelle: Christoph Mäckler Architekten  

Bild: Christoph Mäckler Architekten
 Die Anwohner der Wieland- und Freiligrathstraße setzen sich für den Erhalt des Verwaltungsgebäudes ein und verweisen auf die Denkmalbereichssatzung Stadtparkviertel. Sie haben eine Initiative zum Erhalt der historischen Immobilie gegründet und Unterschriften gesammelt. Archwerk plant bei Erhalt das Verwaltungsgebäudes, es fürs Studentenwohnen umzubauen. Die zweite Variante wäre eine Umnutzung des ehemaligen RWE-Verwaltungsgebäudes zum Wohnhaus und die Integration in den Gesamtentwurf.

Quelle

 Alle acht Wettbewerbsentwürfe kann man sich nun in Form einer Dokumentation ansehen.

Dokumentation zum Wettbewerb
Arbeiten zum Wettbewerb

Bild: Stadt Bochum

Update 12.09.2016

Auf dem RWE-Areal an der Wielandstraße soll nach Schließung der Verwaltungsniederlassung eine attraktive Neubebauung entstehen. Hierzu wird der Bebauungsplan Nr. 981 aufgestellt. Interessierte Bürger konnten sich auf einer Bürgerversammlung hierüber im April informieren. Auf Grundlage der Pläne des Frankfurter Architekturbüros Mäckler wird aktuell der Entwurf zum Bebauungsplan vorbereitet. Dieser sieht drei Baublöcke mit zwei- bis viergeschossigen Stadthäusern vor. Bis zu 150 Wohnungen können auf dem knapp zwei Fußballfelder großen Gelände entstehen. Die Neubebauung wird sich in Größe und Architektur in die Umgebung des Stadtparkviertels einfügen. Davon können sich die Bürger voraussichtlich Anfang nächsten Jahres überzeugen. Dann liegen die Unterlagen einen Monat lang im Technischen Rathaus öffentlich aus und können von allen Interessierten eingesehen werden. Alle Bürgerinnen und Bürger haben dann erneut die Möglichkeit, eine Stellungnahme zum Bebauungsplan abzugeben.

Zu einem Abriss der Altgebäude in diesem Jahr, wie es von Seiten der RWE Vertreter auf der Bürgerversammlung in Aussicht gestellt wurde, wird es nicht mehr kommen. Bisher ist noch keine Entscheidung zum historischen Verwaltungsgebäude an der Freiligrathstraße gefallen. Das Gebäude liegt im Denkmalbereich, darum sind die Denkmalbehörden der Stadt Bochum und des Landes in das Verfahren eingebunden. Die Entscheidung steht noch aus.

Pressemitteilung: Stadt Bochum

Update 07.05.2017 

Wie Anfang des Jahres bekannt wurde, müssen 38 Bäume zwischen Wieland-, Freiligrathstraße und Herderallee gefällt werden, um Platz zu machen für das neue Wohngebiet. Zehn neue Bäume sollen im Bebauungsgebiet Platz finden. Fünf Platanen auf der Herderallee, bleiben erhalten, weil sie das Erscheinungsbild des Quartiers entscheidend prägen.

Zudem hat RWE das Grundstück im Januar an das Unternehmen Adams Wohnungsbau GmbH aus Essen verkauft. Dieses möchte dort rund 150 hochwertige Wohneinheiten in drei Baublöcken mit zwei- bis viergeschossigen Stadthäusern errichten. Grundlage für die Planung wird weiterhin das Konzept des Frankfurter Büros Christoph Mäckler Architekten bieten. Die Neubebauung soll sich in Größe und Architektur in die Umgebung des Stadtparkviertels einfügen.

Quelle: WAZ - Im Stadtparkviertel entstehen 150 Wohneinheiten | WAZ - Quartier für exquisites Wohnen entsteht an der Wielandstraße